DUDADROBEN, der du drohst, viele Völker bös verrohst, gnadenlos dann ausgerottet,
dich im Jenseits abgeschottet, alles forderst, nichts bezahlst, frech mit deiner Allmacht prahlst,
die man dir mal zugeschrieben. Lohnst die Bösen, strafst die Lieben! Dauer leihst dem seichten Sein,
alles hältst entsetzlich klein ... Demut lobst und Streben rügst, dich mit Duldsamkeit begnügst,
alles schon vorherbestimmst, dem Menschen jede Chance nimmst, zum Mensch zu werden schon auf Erden - mit dir wird’s nimmer besser werden!
Du brauchst die willenlosen, braven, gehorsam - demütigen Sklaven, die niemals nicht nach etwas fragen,
die jede Last geduldig tragen, weil Vorsehung sie zugedacht. In ihre Hirne senkst du Nacht
mit Traum von einer bess´ren Welt hochdroben über´m Himmelszelt …
Verantwortung für all ihr Tun trägst du ja alleine nun. Damit sie weiter sündigen, wirst du ihn nie kündigen,
den Bund, den du geschlossen mit deinen Glaubensgenossen. Wenn die nur glauben unverdrossen,
bleibt Sühne ihnen auch erspart. Die trägt bis in die Gegenwart dein Jesulein, das Opferlamm ...
Wer Unrecht duldet trotz Allmacht, der hat die Welt dahin gebracht, wo wir sie heute sehen.
Das ist nicht zu verstehen. Wer sowas will und danach trachtet, der ist entweder blöd umnachtet,
oder aber furchtbar böse. - Keineswegs hingegen lieb, wie man es in die Bibel schrieb ...
Wer seinen Sohn dem Kreuztod weiht, obwohl der Mensch war seinerzeit mit tadellosem Lebenswandel,
verachtend jeden Tempelhandel, befördernd jedes edle Streben zu einem menschenwürd´gen Leben
in Nächstenliebe schon hiernieden – wer dem dafür den Tod beschieden, der kann wohl kein Gerechter sein.
Der muß ja wohl ein Schlächter sein. O, Mensch, sieh das doch endlich ein!
Der ist wohl nur ein Hirngespinst, denn er bringt jenen nur Gewinst, die euch in Demut halten wollen,
um selbst im Übermut zu tollen, die euch die ganze Arbeit geben, um selber mühelos zu leben,
sich an den ird´schen Gaben laben, den Himmel schon im Diesseits haben,
um das sie euch betrügen mit ihren frommen Lügen …
Den, den sie frömmelnd lauthals preisen, des Zweifler schlossen sie in Eisen, des Leugner sengten sie im Feuer,
des Gegner wurd als Ungeheuer den Pressemeuten vorgeschmissen, die ihn dann pflichtgemäß zerrissen …
Kurzum, es liegt wohl klar zutage, wer dich erschuf, Gott, keine Frage.
Genauso klar ist zu erkennen, dass jene, die sie Ketzer nennen, von je her waren kluge Leute.
D r u m warf man sie dem Mob zur Beute, quälte sie wie in Golgatha, wo man auch ihn einst hängen sah,
den größten der Propheten, zu dem sie heut noch beten in ungeheurer Blasphemie, die ihn verrieten, grade die!
Die ihn verraten alle Tage, euch foppen mit ´ner alten Sage, die, paßgerecht zurechtgeschustert,
bis heute euch das Hirn verdustert …
O, Mensch, mach mit dem Glauben Schluß! Rät herzlich dir A H A S V E R U S !
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